“Das Internet der Zukunft” – Arbeit im Jahr 2030

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Eigene Bewertung: Keines

 

Sieben Uhr dreißig: Proband A wacht auf, bewegt sich zielstrebig zum Bad; tippt gegen seinen Spiegel und ruft die neusten Informationen aus der Welt ab. Anschließend stellt er sich in seine Nasszelle und duscht sich. Nach einem gesunden Frühstück macht er sich auf den Weg zu seiner Arbeitsstelle.

Acht Uhr fünfzehn: Proband A bewegt sich in Richtung der öffentlichen Magnetschwebebahn. Er steigt ein; die Bahn beschleunigt auf 230 km/h und innerhalb weniger Minuten befindet er sich im Zentrum der Stadt, an deren Rand er wohnt.

Acht Uhr dreißig: Proband A betritt das Gebäude eines mittelständischen nanotechnologischen Betriebs, der vor allem Nanopartikel für medizinische Zwecke entwickelt. Er winkt der Empfangsdame zu und bewegt sich zügig zum Aufzug. Dieser scannt seine Zugriffsrechte und befördert ihn automatisch ins richtige Stockwerk.

Acht Uhr zweiunddreißig: Proband A steigt aus dem Fahrstuhl in den Stock 96. Er begibt sich zu seinem Büro und setzt sich seufzend in seinen Stuhl. Arbeit macht auch in Zukunft keinen Spaß! Sein Computer begrüßt ihn und startet das Cappuccino-Programm der Kaffeemaschine.

 Acht Uhr vierzig: Proband A schaut aus dem gläsernen Wolkenkratzer seines Arbeitsgebers. Er lässt seinen Blick über die kleineren mit Solarzellen gepflasterten Hochhäuser und die weitläufigen Parkanlagen der Stadt schweifen.

Acht Uhr zweiundvierzig: Proband A wird von seinem Computer erinnert, dass ein frischer Cappuccino in der Küche bereit steht. Auf dem Weg dorthin trifft er einen Arbeitskollegen, mit dem er im Moment ein Projekt zur Erforschung von Krebs-zerstörenden Nanopartikeln leitet. Sie unterhalten sich auf dem Weg über den momentanen Entwicklungsstand des Projektes und über die Unzuverlässigkeit der Partner in Peking und Johannesburg. Bei dieser Gelegenheit erinnern sie sich gegenseitig an die noch anstehende Videokonferenz mit dem Aufsichtsrat, den sie überzeugen müssen, dass ihr Projekt rentabel ist.

Acht Uhr neunundfünfzig: Proband A betritt wieder sein Büro. Der Computer klingelt: „Neun Uhr: Die Verbindung zum Aufsichtsrat steht.“ Proband A versucht verbissen den Aufsichtsrat zu bewegen, sein Projekt nicht einzustellen trotz ausstehender Forschungserfolge, auch wenn die Kosten den Budgetrahmen bei weitem überziehen. Doch alle Bemühungen und Überzeugungsversuche erweisen sich als erfolglos.

Neun Uhr vierzig: Proband A wird in ein neues Forschungsprojekt zugeteilt, für das er laut Computer am besten geeignet ist. Innerhalb weniger Sekunden liefert der Computer ihm alle projektnotwenigen Daten als Zusammenfassung. Er überträgt die Daten auf seinen tragbaren Document Reader.

Neun Uhr fünfzig: Proband A bewegt sich zum Ruheraum. Ein großer gewölbeartiger Raum mit vielen, gemütlichen Sitzgruppen. Dort führt er sich das Material über das neue Projekt zu Gemüte.

Halb eins: Proband A schaltet fluchend sein Gerät aus. Das neue Projekt hält er für absolut Sinn frei. Er macht sich genervt auf den Weg zur Cafeteria.

Zwölf Uhr einundvierzig: Proband A reiht sich in der Schlange der Essensausgabe ein. Erst im letzten Moment bemerkt er, dass seine Leibspeise auf dem Essensplan steht. Seine Laune wird dadurch ungemein aufgehellt.

Ein Uhr dreiundzwanzig: Proband A sucht seinen Arbeitsplatz wieder auf. Plötzlich erscheint auf -dem Computerbildschirm eine Nachricht, er solle sich zügig zu einer ärztlichen Untersuchung begeben, da die Mitarbeiterdatenbank beschädigt sei und nun wieder neu aufgebaut werden müsse.

Zwei Uhr dreißig: Proband A verlässt schlecht gelaunt die medizinische Abteilung. Für heute reicht es ihm. Er beschließt die restliche Arbeit später zu Hause zu erledigen.

Zwei Uhr fünfunddreißig: Proband A betritt die Magnetschwebebahn Richtung Umland. Die Bahn ist heute verhältnismäßig leer.

Zwei Uhr vierzig: Proband A betritt sein Reihenhaus. Er startet seine 3D-Spielkonsole und beginnt sich durch den Zweiten Weltkrieg zu kämpfen. Natürlich ärgert er sich über die altmodischen Waffen, aber er möchte seinen Frust beseitigen.

Fünf Uhr dreißig: Proband A wird von einem deutschen Offizier daran erinnert, dass noch Arbeit auf ihn wartet. Widerwillig beendet er das Spiel und macht sich an seine inzwischen längst überfällige Arbeit. Er muss noch im Internet nach Projektpartnern für das neue Projekt suchen und diese kontaktieren.

Sieben Uhr: Proband A hat seine Arbeit fertiggestellt und sichert die Ergebnisse auf dem Firmenserver. Jetzt bereitet er sich eine nahrhafte Mahlzeit zu.

Sieben Uhr zwanzig: Proband A verzehrt sein Abendessen und beschließt früh ins Bett zu gehen.

 

Keines
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