Zensur und Meinungsfreiheit im Internet
Als Zensur im Internet werden verschiedene Verfahren von Staaten oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten über das Internet zu kontrollieren, zu unterdrücken oder im eigenen Sinn zu steuern.
Vor allem Nachrichten und Meinungsäußerungen sind davon betroffen, in einigen Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religiösem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grund sätz lich von der Zensur anderer Massenmedien.
Europa
In Europa werden mit Unterstützung von Europol Webseiten, die kinderpornographisches Material enthalten und von denen die Behörde Kenntnis erlangt hat, mit dem „Child Sexual Abuse Anti Distribution Filter“ (CSAADF), einer Domain Name System-Blockadeliste (DNS), gesperrt. In Finnland nutzt ein Internet-Service-provider bereits einen transparentenProxy-Server. Die Log-Files in Norwegen werden anonym ausgewertet. Das Sperren der Webseiten soll verhindern, dass missbrauchte Kinder noch einmal dadurch missbraucht werden, dass Bilder oder Filme ihres Missbrauches weiterhin im Internet kursieren („Re-Victimization“).
Bislang sperren Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, die Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich diese Internetseiten.
Der Rat der Europäischen Union plant eine zentrale Plattform bei Europol zur Beobachtung von Webseiten.


